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KSta Artikel vom Floorwars Germany..MM werden auch erwÀhnt!

Auf dem Sprung nach Europa

Von Christian Leinweber, 28.01.10, 14:48h

Der Breakdance-Wettbewerb „FloorWars“ zog zahlreiche „Crews“ nach Köln – zur Qualifikation fĂŒr ein internationales „Battle“ in DĂ€nemark. Nach Mitternacht stand der Sieger fest: Die TNT Crew aus Oberhausen vertritt Deutschland in Kopenhagen.

Breakdance Battle Köln

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Halsbrecherische Akrobatik: Die Teilnehmer der „FloorWars“ zeigen ihre besten Moves. (Bild: Leinweber)

Ehrenfeld – Er ist eine Mischung aus Schwindel erregender Akrobatik und furioser Energie, MusikalitĂ€t und Durchsetzungsvermögen: der Breakdance. Er gehört zu den Tanzstilen, die eine hohe Disziplin und besondere athletische FĂ€higkeiten von den TĂ€nzern fordern. Davon konnten sich 600 Besucher beim Breakdance-Wettbewerb „FloorWars Germany 2010“ im Kölner Jugendzentrum „Offene TĂŒr QuĂ€ker“ an der Kreutzerstraße ĂŒberzeugen. Rund 40 Breakdance-Gruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren gekommen, um an der Vorentscheidung fĂŒr das große Internationale Breakdance-Battle am 20. MĂ€rz in Kopenhagen teilzunehmen.

„Die Gruppe, die heute gewinnt, wird Deutschland in Kopenhagen reprĂ€sentieren“, so Sune Pejtersen, Organisator des Wettkampfs in DĂ€nemark. In einem so genannten „3VS3-Battle“ traten jeweils zwei Dreiergruppen gegeneinander an, eine Jury wĂ€hlte darauf die beste aus. Zum Schluss blieb von den 40 „Crews“ diejenige ĂŒbrig, die mit den spektakulĂ€rsten Tanzbewegungen ĂŒberzeugen konnte. Rund um das Jugendzentrum herrschte schon vor Beginn des Wettkampfs reges Treiben: Unter Anleitung der Juroren gab es in der nahen Tanzschule Mad City diverse Workshops und die Mauern der „Offenen TĂŒr QuĂ€ker“ wurden von Sprayern verschönert. Legal, versteht sich.

Silja (23), vom Graffiti- und Jugendkunstprojekt „Mittwochs Maler, war eine der GraffitikĂŒnstler: „Einen Ort zu haben, wo man die Hip-Hop-Kultur ausleben kann, ohne kriminell werden zu mĂŒssen, ist fĂŒr das Seelenleben extrem wichtig“, sagte sie. So sahen es wohl auch die Teilnehmer des Wettkampfs: Die Stimmung war entspannt, das Miteinander freundschaftlich. „Das hier ist auch eigentlich kein Wettkampf, sondern ein Zusammentreffen, ein Austausch“, so Sportstudent Shabba (23), Mitglied der Kölner Breakdance-Crew Nin10do. „B-Boying ist kein Sport. Trotzdem trainiere ich dafĂŒr jeden Tag und es ist physisch sehr anstrengend.“

Punkt 18 Uhr ging es los mit dem schweißtreibenden Wettbewerb. Die TanzflĂ€che wurde zum Mittelpunkt des Abends: Die Breakdancer vollzogen akrobatisch Drehungen auf dem Boden, sprangen Saltos und bewegten in Hochgeschwindigkeit ihre Beine zu den Beats der DJs. Gerade einmal fĂŒnf Minuten hatte jede Crew Zeit, sich in der Vorselektion zu beweisen. Auch die Jungs von Nin10do: „Klar, wir wollen gewinnen“, so Shabba (23), „aber noch mehr wollen wir zeigen, wofĂŒr wir trainiert haben. Es ist besser, ein gutes Battle zu verlieren, als ein schlechtes zu gewinnen.“ Nach einem „schlechten Battle“ sah die Veranstaltung nicht aus, und das mit Grund. Shabba: „FloorWars bewegt sich, was die teilnehmenden Gruppen angeht, auf einem extrem hohen Niveau.“

Das wussten auch die Zuschauer zu wĂŒrdigen – die Halle kochte, die Favoriten wurden krĂ€ftig angefeuert. Und das nicht nur beim „3VS3“. Auch die gemischten Paare, die beim Stand-Up „Bonnie & Clyde“ gegeneinander kĂ€mpften, bekamen viel Applaus. „Es sind viele Individualisten dabei und die AtmosphĂ€re ist wirklich gut“, so Stefan Mies, Organisator und Mitarbeiter des Jugendzentrums. „In einer großen Konzerthalle wĂ€re es zu anonym.“ Nach Mitternacht stand der Sieger fest: Die TNT Crew aus Oberhausen vertritt Deutschland in Kopenhagen.

Link: http://www.ksta.de/html/artikel/1264185787868.shtml

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